WIKA

Widerstandsthermometer

Widerstandsthermometer mit Pt100-/Pt1000-Widerstand

Widerstandsthermometer sind mit Platin-Sensorelementen ausgestattet, die ihren elektrischen Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur ändern. In unserem Lieferprogramm finden Sie Ausführungen mit fest angeschlossenem Kabel ebenso wie mit Anschlusskopf, der auch direkt den Temperaturtransmitter aufnehmen kann. Des Weiteren finden Sie im WIKA Produktportfolio neben Einschraub-Widerstandsthermometer, Flansch-Widerstandsthermometer oder Prozess-Widerstandsthermometer auch den passenden Messeinsatz für ihre Anwendung.

Was macht ein Widerstandsthermometer?

Widerstandsthermometer messen die Temperatur durch die Abhängigkeit des elektrischen Widerstandes von der Temperatur. Widerstandsthermometer sind geeignet für Anwendungen zwischen -200 ... +600 °C (abhängig von Gerätetyp, Sensorelement, Genauigkeitsklasse etc.). Für alle Widerstandsthermometer gelten die Genauigkeitsklassen AA, A und B (gemäß IEC 60751). Ein besonders geeignetes Metall für präzise Temperaturmessungen ist Platin (Pt). Platin Widerstandsthermometer sind präzise Sensoren mit der größten Linearität, durch welche bei der Fertigung die beste Reproduzierbarkeit erreicht wird.

Vorteile des Platin:

  • hohe chemische Beständigkeit
  • Reproduzierbarkeit
  • Langzeitstabilität
  • leichte Bearbeitung

Wie funktioniert ein Pt100?

Der Pt100 Sensor nutzt wie jedes Widerstandsthermometer den Effekt, dass Metalle bei Temperaturänderung ihren Widerstand ändern. Der Messbereich von PT100-Sensoren ist je nach Gerät, Sensorelement und Genauigkeitsklasse unterschiedlich. Bei einer Temperatur von 0 °C hat ein Pt100 Messwiderstand einen Nennwiderstand von 100 Ω (Ohm). Sinkt oder steigt die Temperatur verändert sich auch der elektrische Widerstand. Diese Veränderung erfolgt anhand einer durch internationale Normen definierte Kennlinie. Somit lässt sich die Temperatur anhand des gemessenen Widerstandes sehr genau bestimmen.

Wann wird ein Pt1000 benötigt?

Der Unterschied zwischen dem Pt100 und dem Pt1000 ist der Widerstandswert des Sensors bei 0 °C. Der Pt1000 hat somit einen elektrischen Widerstand von 1000 Ω (Ohm) bei 0 °C. Die durch Normen definierte Kennlinie des Pt1000 ist steiler als die des Pt100, wodurch der gemessene Wert höher aufgelöst wird und präzisere Messergebnisse ermöglicht. Bei einem Pt100 wird die Temperaturmessung je Meter Anschlussleitung um etwa 0,5 °C verfälscht. Da der Basiswiderstand bei einem Pt1000 das Zehnfache dessen eines Pt100 ist, ist somit auch der verfälschte Wert um das 10-fache geringer. Das bedeutet bei dem Einsatz eines Pt1000 wird die Temperatur nur in etwa um 0,05 °C je Meter Anschlussleitung verfälscht. Aus diesem Grund werden Pt1000 Sensoren häufig in Zweileiter-Konfiguration verwendet.

Vor- und Nachteile eines Pt100-/Pt1000-Widerstandthermometers

Da die Pt100 und Pt1000 Sensoren in Dünnschicht-Technik hergestellt werden, wird der Platinanteil auf ein Minimum reduziert, womit sich auch die Kosten entsprechend gering halten. Ein Vorteil gegenüber den Temperaturmessgeräten wie z.B. dem Bimetallthermometer ist, dass der Widerstandsthermometer das elektrische Signal direkt in der Messtechnik mit anderen Daten zusammenführen und auswerten kann. Die WIKA Widerstandsthermometer sind zudem sehr robust und können in Temperaturbereichen zwischen -200 °C und +600 °C eingesetzt werden ohne an Genauigkeit zu verlieren.

Ein Nachteil der Widerstandsthermometer im Vergleich zu Thermoelementen ist das langsamere Antwortverhalten da über das gesamte Volumen des Messwiderstandes gemessen wird.

FAQ
FAQ

Können elektrische Thermometer geeicht werden?

Ein Eichen von Widerstandsthermometern (z. B. Messeinsatz) ist nicht möglich.
Da elektrische Thermometer in der Regel an ein Messgerät oder eine Auswerteinheit angeschlossen werden, ist ein Eichen nur für die komplette Messkette möglich.
Messeinsätze ... mehr